Sonntag, 27. Juni 2010
Ein Ich am Strand
In der Sonne schmilzt alles, was sich hart machen will. Der Wind streichelt die Haut mit Salz. Kein Gedanke wird von Häusern und Zäunen verbaut. Ein warmes Bett im Sand. Jedes Korn erinnert an das Jetzt und hat die Sanduhr längst vergessen. In den Himmel atmet jeder Gedanke. Keiner zieht am Ärmel, nichts beschwert das Gefühl. Ein Gedankenbrausen verliert sich im Meeresrauschen. Geborgen in der Weite. Geborgen in der Wärme. Geschmiegt an die Erde. Schwerkraft ist hier nicht schwer. Der Himmel öffnet den Geist für den Wind, der jeden Kummer weg weht.
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