Samstag, 17. April 2010

Tschieb die tschieb oder alles auf neu


In Fragmenten.
Eingefroren, erstarrt war die Welt.
Ein Stummfilm in schwarz-weiß.
Alt, verbraucht, verstaubt und vergessen.
Jetzt singt jeder Baum ein Lied.
Alles taut, schmilzt, reckt und streckt sich.
Schlüpft, kreucht, fleucht, fliegt.
Alles zwitschert, fiebt und flirtet.
Die Wiesen, Wälder und Felder atmen einmal tief ein und aus.
Der Wind streift Blätter, Blüten und feuchte Erde,
die ihre Tränen trocknet.
Ich nehme einen großen, tiefen Zug
und fühle meine Wangen rot werden,
Sommersprossen sprießen.
Tupf tupf tupf.
Rot, gelb, grün, blau und lila.
Jemand malt eine neue Welt über
die alten, schattigen Augenringe.
Alles auf Reset.

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