Samstag, 17. April 2010

Katastrophen-PR

Missachtet, ja so fühlte er sich.
Himalaya, Mount Everest, Kilimandscharo.
Immer die gleichen Steinhaufen auf den Titelseiten.
Und meinen Namen können bis heute noch nicht mal meine Nachbarn buchstabieren, dachte sich der Eyjafjallajökull.
Und suchte sich Hilfe bei Bohlens PR-Berater. Sein Tipp: "Dreck schleudern! Nur genug Dreck schleudern!"
Gesagt, getan. Hoch motiviert feuerte der Vulkan drauf los und legte gleich den ganzen Kontinent in Asche.
Seine Schlagzeile bekam er und träumte schon vom großen Merchandising-Geschäft mit isländischem Vulkansalz in Wellnesstempeln.
Doch sowohl Paparazzi als auch Handelspartner saßen am Flughafen fest - kein Durchkommen wegen Dreckwolke.
Und so verpufften seine 15 Minuten Ruhm im Staub.
Der Eyjafjallajökull grummelte miesepetrig bis an sein Lebensende.

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