Sonntag, 16. Mai 2010
Embryostellung
Eingerollt. In sich gekehrt. Embryostellung. Nichts dringt herein und heraus. Die Wärme kreist im Schutzwall Körper. Belebt und wärmt sich selbst. Darf sich selbst genug sein. Schwimmen im eigenen Gefühlssaft. Friedlich treibend. Geborgenheit der eigenen Welt. Königreich Ich in ewiger Ruhe. Der Weltenlärm rauscht vorbei und dringt nicht durch die Watteschicht. Ein Kreis, eine Kugel, die sich ganz fühlen darf. Es fehlt an nichts. Es braucht nichts außer sich selbst. Vertrauen in die Wand der eigenen Haut, die nichts ritzt und kratzt. Eingeschmiegt ins warme Halbbewusstsein. Dämmert, schlummert, treibt führerlos sich selbst entgegen.
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